Die Grillsaison ist in vollem Gange. Gärten und Terrassen sind in der heißen Zeit des Jahres Schauplätze für kulinarische und gesellige Abende der besonderen Art. Hörtnagl weiß, was auf keinem Rost fehlen darf.

Grillen, die ursprünglichste Art der Nahrungszubereitung. Feuer braucht’s, mehr eigentlich nicht. Seit Jahrtausenden sitzen die Menschen zusammen, um ihr Essen an Feuerstellen für den Verzehr zuzubereiten. Waren dies in grauer Vorzeit noch selbst erlegte Tiere der Ersteren unter den Jägern und Sammlern, kann man sein Grillgut heutzutage bequem beim Metzger seines Vertrauens abholen – nach Wunsch portioniert und präpariert.

Grillen als Kulturgut

Grillen ist ein fester Bestandteil unserer Kultur und erstreckt sich über den gesamten Erdball. So kommen etwa beim traditionellen „Asado“ in Südamerika Lama-Innereien auf den Spieß oder werden in Peru Meerschweinchen in Erdlöchern gegrillt. Beim „Hangi“, der Grillmethode der Maori in Neuseeland, werden Fleisch und Fisch zusätzlich in Blätter eingewickelt, ebenso beim ostafrikanischen „Liboke“.

Beim Grillen geht es heute nicht mehr um den schnellen Verzehr, sondern vielmehr um ein Zusammenkommen in einer geselligen Runde. Dann kann man gemeinsam dabei zusehen, wie Fleisch, Fisch und was sonst noch alles auf den Grill darf langsam Konturen annimmt, wie das Feuer arbeitet und ein an sich schon perfektes Stück zu einem genussbereiten, noch perfekteren verzaubert. Dem Grillmeister kommt eine besondere Aufgabe, er muss darauf achten, dass er die Köstlichkeiten nicht verkohlen lässt.

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INFO

Grillabend am Burggraben

Je nach Witterung im Café oder Garten: mit drei Sorten Fleisch, Grillwürstl, Salaten und Baguette, Saucen, Kräuterbutter pro Person 15 Euro. Rot- oder Weißwein oder Bier extra.

Termin: Freitag, 13. Juni 2014 ab 19.30 Uhr

Anmeldung unter 0512 59729 30 oder im Café am Burggraben

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Die besten Stücke

Kleine Grillkunde mit Hörtnagl: Was soll auf den Grill und was gibt es zu beachten?

Fleisch: Möglichst nur frische Fleisch- oder Wurstwaren mit wenig sichtbarem Fett verwenden – zum Beispiel Schweine- oder Lammkoteletts, Rippchen oder Steaks. Kaufen Sie leicht marmoriertes, mit feinen Fettadern durchzogenes Fleisch. Das wird schön saftig und zart.

Geflügel: Geeignet sind vor allem Geflügelteile wie Hühnerschenkel und -flügel. Ganze Hühnchen nur, wenn Ihr Grill mit einem Drehspieß ausgestattet ist.

Wurst: Kleine Wurstspießchen, mit Gemüsewürfeln oder Südfrüchten in Scheibchen dazwischen gesteckt, sind sehr schnell fertig und eine bunte Abwechslung zu den üblichen Grillspezialitäten.

Gemüse: Dem eigenen Gusto sind keine Grenzen gesetzt, Gemüse jeglicher Art kann auf den Grill – entweder als Bestandteil von Spießchen oder als Beilage. Probieren Sie doch einfach einmal Tomaten, Karotten, Zucchini, Maiskolben u.v.m.

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 TIPPS

- Das Grillgut immer erst dann auf den Rost oder in die Grillpfanne legen, wenn diese wirklich heiß ist. So schließen sich die Fleischporen sofort und das Fleisch bleibt saftig.

- Verwenden Sie stets eine Grillzange. Wird das Fleisch angestochen, rinnt wertvoller Fleischsaft aus, das Grillgut kann dadurch trocken werden.

- Fleisch und Geflügelteile am besten einige Stunden vor dem Grillen oder über Nacht marinieren, z. B. mit etwas Öl, Zitronensaft, Weinbrand oder Sherry, Bier und Honig, Kräutern (Rosmarin, Majoran, Kräuzer der Provence) und Knoblauch. Dann wird das Fleisch ganz besonders zart.

- Salzen Sie immer erst nach dem Grillen. Salz entzieht dem Grillgut das Wasser, dadurch wird es zu trocken.

 

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