Firmenchronik

154 Jahre Hörtnagl

Hoertnaglandrae1863 eröffnete der Aldranser Metzgermeister Andrä Hörtnagl in der Innsbrucker Angerzellgasse ein kleines „Ladele“. Sohn Hans übernahm 1892 die Fleischwarenerzeugung und erwarb 1894 den Standort am Burggraben. Als echte Innovation aus dem Hause Hörtnagl konnten die Kunden damals die erste Kühlvitrine Tirols bestaunen.

Im Jahr 1899 ehelichte Hans Hörtnagl seine Anna, die aus der Metzgerfamilie Plattner aus Fulpmes stammte. Annas Brüder Martin und Max trugen tatkräftig zum weiteren Ausbau des Unternehmens bei.

Mit Hans Plattner ist heute der Enkel von Martin als geschäftsführender Gesellschafter im Unternehmen vertreten und drückt der Produktion mit innovativen Kooperationen und Produktentwicklungen seinen Stempel auf.

Nach dem 2. Weltkrieg übernahm Ernst Hörtnagl, der Sohn von Hans und Enkel von Andrä, die Firmenleitung. Auch unter seiner Ägide hatte das Unternehmen die innovative Nase vorn, etwa mit der Eröffnung des ersten Espresso in Innsbruck im Jahr 1952 und eines Selbstbedienungsrestaurants im Jahr 1964.

„1947 flog Ernst Hörtnagl mit einer klapprigen Propellermaschine nach Amsterdam, um Pilzkulturen für die erste Joghurtproduktion hier in Tirol zu importieren“, erinnert sich Tochter Doris Daum-Hörtnagl an ihren verstorbenen Vater.

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Seit 1976 lenkt KR Doris Daum-Hörtnagl in der vierten Generation das Unternehmen. Bruder Hans, der 1966 die Nachfolge von Vater Ernst Hörtnagl angetreten hatte, verstarb 1976 bei einem tragischen Flugzeugunglück.

Die Kunden nennen Doris Daum-Hörtnagl „Frau Doris“, so wie schon der Vater der „Herr Ernst“ und der Bruder der „Herr Hans“ war. 2009 wurde „Frau Doris“ mit dem Titel Kommerzialrätin ausgezeichnet.

Mit Geschäftsführer Friedrich Auer und Gattin Claudia Auer-Hörtnagl, Tochter von Doris Daum-Hörtnagl, ist bereits die fünfte Generation im Unternehmen tätig.

1996 übersiedelte Hörtnagl von Innsbruck nach Hall. In der neuen Zentrale wurde für eine Investitionssumme von knapp zehn Mio. Euro eine der modernsten Branchen-Produktionsstätten Österreichs errichtet, auch Verwaltung und ein Abholmarkt wurden integriert. 2004 flossen weitere zwei Mio. Euro in eine neue, hochmoderne 500 Quadratmeter große Halle für den Verpackungs- und Kommissionierungsbereich. 

1998/99 investierte Hörtnagl fünfzehn Mio. Euro in die Errichtung der Hörtnagl-Passage. Damit leistete Hörtnagl einen wesentlichen privaten Investitionsbeitrag zur Aufwertung der Prachtstraßen Innsbrucks zwischen Burggraben und Maria-Theresien-Straße. Herzstück der Hörtnagl-Passage ist das 1.400 Quadratmeter große Hörtnagl-Feinkostgeschäft.